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Die Quadratur des Kreises

Ich bin heute im Kreis gelaufen, oder vielmehr im Rechteck, auf dem Sportplatz. Bei uns auf dem Dorf gibt es nämlich keine Laufbahn einmal rund herum sondern nur auf einer Längsseite. Der Rest ist asphaltiert. Was aber immer noch bequemer zum Laufen ist als nasser Kunstrasen. Auf diesem habe ich nämlich das Gefühl, langsam im Treibsand zu versinken.

Quadratur des Kreises 1

Beim Start hatte ich eigentlich fest vorgehabt, mir zu merken, wie viele Runden ich laufe. Eigentlich. Bei der ersten und zweiten Runde war es noch recht einfach. Doch schon bei Nummer Drei war ich mir nicht mehr sicher, ob es nicht doch die vierte Runde war. Oder war es die vierte Runde und ich war mir nicht sicher, ob es die dritte war?

Wie auch immer, es war jedenfalls recht schnell vorbei mit dem Zählen, obwohl ich mich doch so sehr konzentrieren wollte. Natürlich ist das verglichen mit anderen Problemen auf dieser Welt nicht gerade bemerkenswert. Und ich mag es grundsätzlich, beim Laufen die Gedanken ebenfalls laufen zu lassen. Was allerdings, siehe oben, eher eine Anerkennung der Realität ist als Ausdruck des freien Willens. (Das ist zum Beispiel auch ein Grund dafür, dass Hörbücher und Laufen bei mir nicht so richtig gut miteinander harmonieren).

Quadratur des Kreises 2

Ein angenehmer Nebenaspekt, die Gedanken treiben zu lassen, ist, dass mir oftmals gute Gedanken während des Laufens kommen. Der unangenehme Nebenaspekt daran ist, dass ich oft diese guten Gedanken nicht festhalten kann, um sie am Schreibtisch, in der Familie, beim Schreiben zu nutzen. Vielleicht ist das aber auch gar nicht so schlimm und es kommt nur darauf an, den Geist anzuregen, damit er auch in nicht sportlichen Lebenssituationen gut funktioniert.

Was mich grundsätzlich zum Nachdenken bringt und zu diesem Artikel:
Meditation In Action: How To Turn Running Into A Mindfulness Practice

Denn vielleicht ist es ja noch besser, Achtsamkeit beim Laufen zu “trainieren”, als sich – meist erfolglos – auf seine treibenden Gedanken zu konzentrieren und sie festzuhalten zu versuchen. Denn ohne Zweifel bin ich beim Laufen sowieso schon mit mir, meinem Geist und meinem Körper für eine gewissen Zeit alleine.

Also werde ich beim nächsten Mal versuchen diese Schritte zu beherzigen:

Step 1
Before you get ready to go out running, try to get a sense of how you’re feeling. What’s going on in the mind?

Step 2
As you change into your running clothes, begin to notice the physical sensations in the body.

Step 3
Before you leave, take a few deep breaths.

Step 4
As you begin to run, while a keeping a strong awareness of everything that’s going on around you, bring your attention back to the body

Step 7
Because you’re more present and more aware, it’s quite likely that the way you think when you run (your mental habits) will also become more apparent.

Step 8
One of the so-called problems of being more aware is that you become aware of not only the pleasant sensations, but also the unpleasant ones. Don’t worry — the unpleasant sensations can be put to good effect.

Step 9
Whether it’s the shortness of breath, the tightness of the chest, the aching of the thighs or cramping of the calves, all of these seemingly-disruptive experiences can be used as effective supports or objects of focus for your running meditation.

Step 10
Try focusing on the sensation of the foot striking the floor.

Step 11
Whether you are running for fun or taking it more seriously, you’ll find this exercise far more manageable if you break it down into sections.

Auf geht’s.

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